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Maschinelle Übersetzung: Geschichte und Gegenwart

30,00  incl. MwSt/VAT

Dauer: 70 Minuten // Sie erhalten kurzfristig nach der Bestellung den Zugriffslink, um sich das Video 90 Tage lang beliebig oft anzuschauen. Zusammen mit dem Link erhalten Sie außerdem das Handout des Live-Webinars.

Beschreibung

Für viele Übersetzerinnen und Übersetzer ist „maschinelle Übersetzung“ nach wie vor ein rotes Tuch und ruft die Befürchtung hervor, dass solche Systeme früher oder später die „menschlichen Übersetzer“ überflüssig und arbeitslos machen werden.

Um diesen Ängsten entgegenzuwirken, kann es hilfreich sein, sich etwas näher über die Hintergründe und die Entstehung der maschinellen Übersetzung zu informieren und sich mit den verschiedenen Systemarchitekturen und Ansätzen der Vergangenheit und Gegenwart vertraut zu machen.

Am Anfang des Webinars steht eine kurze Darstellung der geschichtlichen Entwicklung im Bereich der maschinellen Übersetzung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Vorgestellt werden verschiedene Ansätze wie „direkte“ Übersetzung, Analyse-Synthese-Transfer-Systeme oder Systeme mit „Interlingua“-Ansätzen.

Die weitreichendste Veränderung in Bezug auf die Konzeption maschineller Übersetzungssysteme war unter anderem der Übergang von den linguistisch orientierten „regelbasierten“ Systemen, die versuchten den Prozess der Analyse des Ausgangstextes durch einen menschlichen Übersetzers und der nachfolgenden Synthese des zielsprachlichen Textes nachzuvollziehen, zu den „korpusbasierten“ Systemen, bei denen dank der heutigen Speicherpotentiale riesige zweisprachige Textkorpora genutzt werden können.

Anhand einiger Beispiele soll die unterschiedliche Herangehensweise „regelbasierter“ und „korpusbasierter“ Systeme aufgezeigt werden.

Zum Abschluss werden einige Kriterien und Voraussetzungen für den Einsatz maschineller Übersetzungssysteme erörtert. Dabei wird sowohl auf das zu übersetzende Material als auch auf personelle und technische Aspekte Bezug genommen. Das Thema wird durch die Vorstellung der einschlägigen, themenrelevanten Literatur abgerundet.

Dieser Überblick über Geschichte und aktuelle Entwicklungen fördert mit grundlegenden und weiterführenden Informationen eine fundierte Bewertung.

 

Vortragssprache Deutsch
Referent Karl-Heinz Freigang
Dauer 70 Minuten
Bereitstellung 90 Tage

Zusätzliche Information

Referent

Karl-Heinz Freigang: Übersetzer-Diplom für Englisch und Russisch an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken im Jahr 1971. Ausführender Projektleiter im Projekt zur Maschinellen Übersetzung (SUSY) Englisch-Deutsch im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 100 „Elektronische Sprachforschung“ von 1978 bis 1986. Von 1986 bis 1988 verschiedene kleinere Projekte zur „Mensch-Maschine-Schnittstelle“ am Übersetzerarbeitsplatz. Projektleiter des Modellversuchs „Sprachdatenverarbeitung in der Übersetzerausbildung“ zur Entwicklung eines Curriculums für Übersetzungsstudiengänge von 1988 bis 1993. Leiter der Abteilung „Sprachdatenverarbeitung“ an der Fachrichtung für Übersetzen und Dolmetschen der Universität des Saarlandes in Saarbrücken von 1993 bis 2011. Leitung der Saarbrücker Projektgruppe in verschiedenen Leonardo-Projekten der EU (eCoLoRe, eCoLoTrain, eCoLoMedia) zur Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien für Übersetzungstechnologie und Multimedia-Lokalisierung. Seit Oktober 2011 im Ruhestand; weiterhin Durchführung von Seminaren zu Translation-Memory-Systemen und zur Rechnergestützten Terminologieverwaltung für den BDÜ und an der Hochschule Zittau/Görlitz bis 2014.

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